Fantasystories Blog

Kapitel 5: Das Training beginnt

27. Oktober 2010

Ein paar Tage später saß Célan auf einem Felsen am Waldrand und sah seinem Drachen beim Fressen zu. Er hatte vor, gleich einen neuen Versuch mit der Gedankenrede zu starten. In den letzten Tage hatte er oft kurze Gespräche mit Sindrus geführt, aber er konbte sich nie lange genug konzentrieren um die Verbindung aufrecht zu erhalten. In einem Buch hatte er gelesen, dass es ausgebildeten Drachenreitern möglich war, mehrere Stunden ohne Unterbrechung zu reden und dies selbst über große Entfernungen. Célan schaffte es grade mal ein paar worte mit Sindrus auszutauschen während sie nebeneinander saßen. Ganz im Gegensatz zu ihm hatte Sindrus große Fortschritte gemacht. Er wuchs schnell und bildete einen stattlichen Panzer aus.

Célan startete den nächsten Versuch. Zuerst rief er Sindrus in Gedanken. Sofort hörte er die Stimme des Drachen in seinem Kopf ‘ Merkst du nicht, dass ich fresse?’ Sindrus hatte seinen ganz eigenen Humor. Er verspottete  Célan beizeiten wegen seiner schlechten Gedankenkontrolle, waraber trotzdem immer bereit etwas Neues zu trainieren oder einfach nur mit Célan zu reden oder zu spaßen. Die beiden verstanden sich nach wenigen Tagen wie die besten Freunde. 
‘Heute wollen wir mal versuchen, ob du jagen kannst, wenn ich auf dem Baum sitze und dir helfe Beute zu finden.’ instruierte Célan seinen Drachen.
‘Mh. Mehr Fleisch. Klingt gut.’ Der Elf schüttelte lächelnd seinen Kopf. Es war unglaublich, was der junge Drache fraß. Aber andererseits schon logisch, dass er für sein enormes Wachstum so viel Nahrung brauchte. 
Sie machten sich auf den Weg in den Wald. An dieser Stelle war das Unterholz nicht sehr dicht und die Jagdbedingungen ideal. Célan kletterte auf einen Baum und sah nach einem kurzen Rundblick einen Hasen im Gebüsch hocken. Er sandte das Bild an Sindrus. Dieser lief sofort los und sprang mit einem Satz, den man einem solchen Wesen nicht zugetraut hätte auf den Hasen zu. Der wiederrum war so erschrocken, dass er sich kaum wehrte und sofort von Sindrus erlegt wurde. ‘Gut gemacht’ lobte Célan. ‘Wenn ich sie besser finden würde, gäbe es hier bald keine Hasen mehr’ scherzte Sindrus. Dann wandte er seinen Kopf und schlug nach einem kleinen Frosch. Doch dieser konnte sich mit einem schnellen Hüpfer ausser Reichweite der Krallen bringen und flüchtete.
Da hörten sie Hylias Stimme von der Lichtung her. 
“Kommt zum Haus, ich glaube ich habe etwas wichtiges in einem der Bücher gefunden.”
So war der kurze Jagdausflug schnell zu Ende.  Célan sprang vom Baum und ging mit Sindrus zurück zum Baumhaus.
‘Was sie wohl gefunden hat?’ 
‘Hoffentlich was wichtiges. Ich hätte noch Appetit auf ein oder zwei kleine Hasen.’ Jetzt musste  Célan laut lachen. Es war einfach unmöglich, den Drachen satt zu kriegen.
Hylia erwartete sie in der Bibliothek vor einem Buch, dass sie noch nie gesehen hatten. Es war klein, eher ein Notizheft als ein Buch und sah sehr alt aus. Die Seiten waren mit einer ordentlichen, kleinen Handschrift bedeckt, wie sie vor einihen Jahrhunderten Mode gewesen war.
“Das hier habe ich vorhin noch gefunden. Es ist das Notizbuch meines Großonkels. Er war einer der letzten Drachenforscher. Dieses Buch hat man nach seinem Tod anscheinend vegessen. Es enthält ein komplettes Tagebuch von drei Monaten Drachenaufzucht. Nehmt es mit und seht ob ihr etwas damit anfangen könnt.”
“Danke Hylia. Wir wüssten gar nicht was wir ohne dich machen sollten” , bedankte sich Célan.
‘Oh ich wüsste da was: Kleine Hasen fressen…’ merkte Sindrus an.
Der Drache war zwar selbst kaum größer als ein Hase, erlegte sie aber spielend. Nun gingen die beiden wieder auf die Lichtung hinaus, um weiter zu trainieren. Während Sindrus am Waldrand wieder seinen Frosch jagte, setzte sich Célan in die Sonne und dachte darüber nach was nun aus ihm werden sollte. Ein ganz normales Leben konnte man mit einem Drachen nicht führen. Aber das war, wenn er genauer darüber nachdachte, auch nie wirklich sein Wunsch gewesen. Dann überlegte er ob es noch andere Drachen gab ausser seinem. Die Welt ausserhalb des Waldes musste groß sein. Vielleicht gab es noch amdere Reiter. Die Elfen verließen den Wald nicht oft. Warum auch? Er bot alles, was man zum Leben brauchte und bot selbst bei Kriegen Schutz. 
Im letzten Krieg vor einigen Jahren waren weniger als hundert Menschen in den Wald eingedrungen, obwohl mehrere tausend von ihnen ausgezogen waren um die Elgenstädte zu plündern.
Gedankenversunken blätterte er durch die Notizen, bis er plötzlich etwas interessantes fand. Anscheinend konnte jeder Drache Magie wirken. Das Feuer und Heilen beherrschten die meisten Arten aber der Sulphus, wie Sindrus einer war, hatte im Gegensatz zu anderen verschiedene andere Zauber lernen. Aber diese musste der Drache selbst finden. Das konnten sie schonmal nicht trainieren. 
 

Kapitel 4: Hylia

24. Oktober 2010

Nachdem Célan den ganzen Rest des Tages gelaufen war, sah er in der Ferne eine Lichtung, in deren Mitte ein großer Wohnbaum stand. Er war sich sicher, das diese Behausung Hylia gehören musste. Als er am Baumhaus ankam, stieg er voller Vorfreude die Stufen hinauf, und rief “Hylia seid ihr hier?”.
Es kam eine leise Antwort. Eher ein Stöhnen als eine richtige Stimme “Hilfe….”.
Sofort rannte Célan in den Raum, nur um ihn in völligem Chaos wieder zu finden. Das Holz war an vielen Stellen zerschlagen und brutal zerbrochen. Dann sah er Hylia. Die Einsiedlerin lag in ihrem eigenen Blut auf einem zerbrochenen Tisch. Célan rannte zu ihr und untersuchte ihre Wunden. Es war ihm sofort klar, dass es für sie zu spät war. “Räuber…”stöhnte Hylia, “alles zerstört…grausame Menschen….”.
Da sprang der kleine Drache Plötzlich von Célans Schulter und trippelte zu der Verletzten. Er legte seinen kleinen Kopf an eine der Wunden und brummte leise. Langsam fing die Wunde an sich zu schließen. Der völlig verblüffte Célan sah zu, wie der Drachen diese Prozedur bei allen Wunden wiederholte und schließlich erschöpft neben Hylia zusammensackte. Die war mindestens genau so erstaunt wie Célan und flüsterte leise “Danke…” und fiel in Ohnmacht. Célan vermutete, dass der Blutverlust und die Überraschung durch ihn und seinen Drachen einfach zu viel für die alte Elfe gewesen waren. Nun machte er sich daran das gröbste Blut wegzuwischen und Hylia auf ihr, noch halbwegs intaktes, Bett zu legen. Dann nahm er seinen Drachen wieder auf die Hand und fragte sich wozu er sonst noch imstande war. Aber war es überhaupt ein Drachenmännchen oder doch ein Weibchen? Darüber hatte er sich noch gar keine Gedanken gemacht. Und er brauchte noch einen Namen für ihn. Oder sie. Je nachdem.
Da er vermutete, dass Hylia noch länger schlafen würde, ging er die Treppe des Baumhauses hinauf. Was er dort fand übertraf alles, was er sich erhofft hatte. Der ganze Raum war vollgestellt mit Regalen. Und sie waren alle voller Bücher.
Eifrig fing er an, nach einem Buch über Drachen zu suchen.
Nachdem er einige Stunden gesucht und gelesen hatte, erwachte sein Drache wieder.
Célan beachtete ihn kaum, bis er von der Schulter sprang und anfing den Raum zu erkunden. Kurz danach spürte er wieder den Drachen in seinen Gedanken. Diesmal war es aber keine Botschaft, sondern ein Bild, dass der kleine Drache ihm zeigte. Er sah ein Buch, dass eine große blaue Drachenschuppe auf dem Einband hatte.  Célan sprang sofort auf und suchte dieses Buch. Er fand es in einem Regal in der hintersten Ecke des Raums. Sein Drache strich immer wieder mit dem Kopf über die Schuppe. Vorsichtig schlug er das Buch auf und merkte, dass es wirklich sehr alt sein musste. Die Seiten fühlten sich an, als würden sie gleich auseinander fallen.
Dann viel ihm das Inhaltsverzeichnis auf: zuerst eine Einführung über das Leben der Drachen, dann etwas über Aufzucht, Training und Namen. Es war ein unglaubliches Glück, dass er so ein Buch hier fand.
Während er an fing zu lesen, ertönte hinter ihm eine weiche Stimme “Ah da hat jemand meine Bibliothek gefunden. Du Musst Célan sein. Amáldor hat mich schon eingeweiht.”
“Wie das? Er kann doch nicht schneller hier gewesen sein als ich?” fragte Célan verwundert.
“Natürlich war er nicht hier. Aber sein Falke ist doch noch um einiges schneller als du. Zumindest jetzt noch….”
“Oh ja….entschuldigt. Natürlich…. Aber wie kann ich je schneller sein als sein Falke?”
“Glaubst du etwa, dass dein Drache immer so klein bleiben wird? Wenn wir hart arbeiten wirst du in einem Jahr deinen ersten Flug machen können.”
“Ich werde auf ihm fliegen können? Das ist ja fantastisch….”
“Ich habe nicht gesagt, dass du einfach fliegen kannst. Du musst deinen Drachen gut trainieren und dich selbst auch. Es ist nicht leicht eine Verbindung zu seinem Drachen aufzubauen, habe ich gelesen.”
“Ist es nicht? Wie kann es dann sein, dass er mit mir gesprochen hat?”
“Er hat was?!? Das kann nicht sein. Amáldor sagte, du hättest ihn erst gestern gefunden. Ist es eigentlich ein Er oder hast du ein Weibchen?”
“Ich hatte gehofft ihr könntet mir das sagen. Ich habe nicht mal einen Namen für ihn.”
“Mein Wissen stammt auch nur aus den Büchern, die ich hier horte. Aber ich kann dir gerne helfen und dir die Bücher zur Verfügung stellen. Aber zuerst müssen wir uns darum kümmern, das Baumhaus aufzuräumen. Das Holz wird heilen, aber dies Vorgang dauert sehr lange. Komm mit.”
Célan konnte sein Glück immer noch nicht fassen. Innerhalb eines Tages war er von einem einfachen Jäger zum Drachenbesitzer geworden.
Nachdem sie den Wohnraum wieder halbwegs in Ordnung gebracht hatten, widmeten sie sich erneut dem Buch.
“Ich denke ein Name ist ermal das wichtigste. Aber dazu müssten wir sein Geschlecht und seine Art herausfinden…..ah hier ist eine Liste. Ich werde dir die Kriterien verlesen und du untersuchst deinen Drachen ok?” erklärte Hylia ihr weiteres Vorgehen. Célan war natürlich einverstanden. Er konnte es nicht abwarten herauszufinden, was für einen Drachen er besaß.
“Dann legen wir mal los. Schuppenfarbe?”
“Rot bis orange.”
“Augenfarbe?”
“Orange. Innen dunkler bis schwarz.”
“Oh hier steht, dass Drachen mit schwarzen Augen Kämpfer sind. Interessant. Stacheln?”
“Zwei am Hinterkopf und einige Ansätze am Rücken.”
“Auf dem ganzen Rücken?”
“Ja….oder nein doch nicht. In der Mitte ist eine kleine Stelle nur mit kleinen Hornschuppen bedeckt.”
“Also ein Reiterdrachen! Ich denke es ist ein Sulphus. Ein Feuerdrache aus den Nordgebirgen. Diese Rasse gilt schon sehr lange als ausgestorben. Allerdings wird man erst später feststellen können welches Geschlecht er hat. So steht es jedenfalls hier.”
“Und wie füttere ich ihn?”
“Mh anscheinend musst du ihn nur einige Monate füttern. Dann wird er selber jagen können. Solange müsste Brot und ein wenig Fleisch ausreichen.”
“Gibt es in dem Buch auch Namen für Drachen?”
“Ja hier ist eine Seite…mh anscheinend soll man den Drachen auf das Papier setzten und er sucht seinen Namen selbst.”
“Na dann versuchen wir das mal…”
Célan nahm den kleinen Drachen und setzte ihn vorsichtig ab. Hylia betrachte ihn gespannt.
Der Drache tapste über die Seite, verharrte kurz bei “Sylantha” ging dann zu “Rakan” und bleib schließlich bei “Sindrus” liegen.
“Sindrus” sagt Célan leise. Der Drache fauchte leicht, schien aber nicht abgeneigt sondern sehr zufrieden damit. Dann rieb er seinen Kopf an Célans Hand.
“Das ist das Zeichen!” rief Hylia. “Wenn ein Drache sich so bei der Nennung seines Namens verhält, ist der Bund besiegelt. Ihr seid nun Reiter und Drache!”

Betaleser!

24. Oktober 2010

Ich suche Betaleser für mein Projekt. Bitte meldet euch auf der Seite oder schreibt mir eine Mail an: lolpowerx@googlemail.com

Danke!
-Nick

Kapitel 3: Was macht man mit einem Drachen?

24. Oktober 2010

Was macht man mit einem Drachen?

Célan ging zuerst zum Fluss zurück um den Drachen zu waschen und um zu überprüfen ob er verletzt war. Doch als der Drache ein wenig getrunken und etwas Brot gegessen hatte war für ihn die Welt in Ordnung und er schlief auf Célans Hand ein. Célan betrachtete den Drachen eine Weile. Er war kaum größer als sein Zeigefinger und sah gar nicht aus, als würde er je Feue speien können. Aber was sollte er nun mit ihm machen? Célan entschloss sich zum Dorf zurück zu kehren und die Ältesten zu fragen.
Als er im Dorf ankam, wurde der Drachen sofort bemerkt und es dauerte keine fünf Minuten, bis sich eine dichte Traube aus Elfen um ihn geschart hatte. Er versuchte allen Fragen auszuweichen und drängelte sich zum Baumhaus des Ältesten Amáldor durch. Wenigstens hatte die Menge den Anstand vor der Tür zu warten und nicht mit ihm hineinzustürmen.
“Ah Célan, da bist du ja. Die Kunde, dass du einen Drachen hast, ist die vorausgeeilt. Ich habe mir gedacht, dass du hierher kommen würdest.” begrüßte ihn der Älteste.
“Ältester ich brauche in der Tat deinen Rat. Ich habe absolut keine Ahnung was ich jetzt tun soll. Mein einziges Wissen über Drachen besteht aus einigen Geschichten aber in keinen gibt es den geringsten Hinweis über die Aufzucht eines Drachen.”
“Selbst ich bin in diesem Thema überfragt, habe aber eine Idee wer dir helfen könnte. Du weisst sicher, dass einige Elfen die nach der vollkommenen Vereiningung mit dem Wald suchen es vorziehen, als Einsiedler zu leben. Eine von Ihnen, Hylia, bewahrt seit langer Zeit einige Schriften der alten Zeit auf. Vielleicht kann sie dir helfen.”
“Danke Ältester, aber was soll ich machen bis ich sie gefunden habe? Ich kann ja nicht wochen-oder monatelang mit einem schutzlosen, kleinen Drachen durch die Wälder laufen um sie zu suchen.”
“Du wirst sie nicht suchen müssen. Sie lebt nur einige wenige Meilen von hier entfent in einem kleinen Baumhaus im Wald. Sag deiner Familie bescheid, pach das Nötigste und mach dich so schnell wie möglich auf den Weg.”
“Nochmals vielen Dank, Ältester Amáldor.”, sagte Célan.
Er ging schnell zum Baumhaus seiner Familie und erzählte seinen Eltern vom Vorschlag des Ältesten.
“Wenn diese Hylia dir helfen kann, musst du die Chance nutzen. Es kann kein Zufall sein, dass du den Drachen gefunden hast. Es war Bestimmung. Los nun nimm dir deine Sachen und mach dich auf den Weg.”, sagte sein Vater.
Kurz danach war Célan schon auf dem Weg aus der Stadt hinaus nach Norden. Den kleinen Drachen hatte er auf seine Schulter gesetzt und er war guten Mutes, da er der festen Überzeugung  war, dass Hylia ihm helfen konnte.
Nachdem er fast drei Stunden gelaufen war, erwachte sein Drache. Er streckte sich, sah sich um, schlug ein paar mal mit den Flügelstummeln, entschied dann aber, dass es auf Célans Schulter bequem genug war. Célan bemerkte, wie der Drache sich leicht bewegte und sagte leise, mehr zu sich selbst als zu dem Drachen “Na bist du auch endlich wach? Wir haben noch einen weiten Weg vor uns.”
Ohne auf eine Reaktion zu hoffen ging er weiter und war umso erschrockener als er plötzlich eine Stimme wahrnahm. ‘Hunger!’ Es war nicht wirklich eine Stimme, mehr der Gedanke einer Stimme aber Célan war sich hundertprozentig sicher, dass der Drache grade mit ihm gesprochen hatte. Ganz verwirrt hielt er an, setzte seinen Rucksack ab, nahm den Drachen auf seine Hand und hieltihn vor sein Gesicht. Jetzt gab es keinen Zweifel mehr. Der kleine rote Drache hatte mit ihm gesprochen. Er sah es in seinen orangenen Augen. Sie starrten ihn an umd schon wieder hörte er die Stimme in seinem Kopf. Es war eine schöne Stimme. Weich aber präzise, nur klang sie ein wenig so, als wüsste der Drache nicht wirklich was es mit dem Sprchen auf sich hatte. Es klang wie das erste Wort eines Kindes.
Er fütterte den Drachen mit ein wenig Brot und betrachtete ihn genauer. Derkorf war länglich und hatte neben dem Hals hinten noch zwei lange Stacheln. Der Rest des Kopfes war mit Hornplatten und Schuppen bedeckt. Es war unglaublich was der Drache fraß. Bis jetzt hatte er bestimmt das doppelte seines Körpergewichts zu sich genommen und schien nicht dicker zu werden. Er war eher filigran und zerbrechlich.
Célan setzt sich den Drachen wieder auf die Schulter und marschierte weiter.

Kapitel 2: Die Entdeckung

24. Oktober 2010

Célan stand früh am Morgen als Erster auf, nahm seinen Bogen und etwas Brot und machte sich leise auf den Weg in den Wald. Die Sonne war noch nicht aufgegangen aber er sah schon andere Jäger, die sich genau wie er auf den Weg machten. Célan lief ein Stück in den Wald hinein und schlug dann die Route zum Fluss ein, um nach Rehen zu suchen. Das Reh, das gestern erlegt hatte reichte zwar für mehrere Tage, aber er konnte dass Fleisch gut verkaufen oder gegen ein paar neue Pfeile eintauschen.
Als er den Fluss erreichte war weit und breit kein größeres Tier zu sehen. Einige Hasen huschten durch das Gebüsch aber keine Spur von Rehen oder ähnlichen Tieren.
Er sah sich um und bemerkte aus dem Augenwinkel eine Bewegung am Himmel. Er zog sofort den Bogen und sah nach ob es vielleicht eine Eule war. Eulenfedern waren ein beliebter Schmuck aber auch eine gute Federsorte für seine Pfeile.
Er sah keine Eule. Er sah etwas viel größeres und helleres. Eine Sternschnuppe. Aber keine kleine, vorbeifliegende die am Horizont verschwand sondern eine, die Sekunden später im Wald unweit von ihm entfernt einschlug. Die Erschütterung hatte Célan fast von den Füßen gerissen, aber er konnte sich noch schnell genug wieder ins Gleichgewicht bringen. Sein nächster Gedanke war sofort den Einschlagsort der Sternschnuppe zu suchen. Einmal hatte er von einem sehr alten Elf gehört, dass vor hunderten Jahren so etwas schon einmal vorgekommen war und man damals einen Edelstein im Krater gefunden hatte. Wenn Célan jemals so etwas Wertvolles finden würde, könnte er sich ohne Probleme einen Jagdhund kaufen, von dem er so lange schon geträumt hatte. Wenn er tagelang auf Pirsch war konnte es ohne Gefährten  ziemlich langweilig werden und außerdem würde ihm so ein Hund ihm eine große Hilfe sein. Doch er wusste noch nicht das das, was er finden sollte
viel wertvoller als ein Edelstein und besser als ein Jagdhund sein würde…

Nachdem er fast zwei Stunden zügig marschiert war, sah er den Krater zwischen den Bäumen. Noch konnte er nichts erkennen, da sich die Sternschnuppe tief in den Boden gegraben hatte. Jetzt lief er, angespornt von dem Gedanken der Erste am Krater zu sein. Er erreichte den Rand und spähte hinab. Fast vier Meter unter ihm lag ein großer Felsbrocken. Er glühte noch und um ihn herum lagen Splitter verstreut, die sich anscheinend beim Einschlag gelöst hatten. Langsam stieg er den Hang hinab und näherte sich vorsichtig dem Stein. Da hörte er das Geräusch. Es war wie ein leises Knacken, dass von einem Schmatzen begleitet wurde. Célan war sich nicht sicher, was diese Geräusch verursachte und näherte sich weiter. Als er den ersten Riss im Stein sah, sprang er erschrocken zurück und rannte den Hang wieder hinauf um sich vor Splittern des berstenden Steins in Sicherheit zu bringen. Kaum war er über den Rand des Kraters gekrochen, hörte er die Explosion und drückte sich an den Boden. Glücklicherweise wurde er nicht getroffen und stand langsam wieder auf. Zögerlich sah er in der Krater hinab. Dort wo der Stein gelegen hatte war nun ein neuer, kleinerer Krater entstanden. Und in diesem Krater…lag ein Tier. Célan konnte nicht zuordnen was für ein Tier es war, aber es sah wie eine Mischung aus Eidechse und Ratte aus. Er entschied, dass es nicht zu gefährlich sein könne und ging erneut in den Krater. Aus der Nähe erkannte er, dass das Wesen sich nur leicht bewegte und außerstande schien sich gegen jegliche Gefahr zu verteidigen. Célan fühlte merkwürdigerweise mehr Mitgefühl als Furcht als er das Wesen nun sah. Vorsichtig hob er es auf und betrachtete es genauer. Es hatte den Körper einer Eidechse, war aber dicker und hatte sechs Pfoten. Dann bemerkte er, dass es nicht, wie er vorher angenommen hatte, grau war, sondern nur mit dem Staub der Explosion bedeckt war. Unter dem Staub schimmerten kleine rote Schuppen!
Jetzt wusste er sofort was das Wesen war. Er hatte von solchen Geschöpfen in den alten Schriften seines Volkes gelesen. Man nannte sie Drachen!

Hallo Welt

24. Oktober 2010

Hallo an Alle da draußen:)
So hier ist er nun, mein Blog.
Im wesentlichen werde ich hier die neuen Teile meiner Schreibprojekte hochladen. Ich hoffe sie gefallen euch und ihr lasst einen netten Kommentar da:)

Kapitel 1: Ein ganz normaler Abend

24. Oktober 2010

Es war ein schöner Tag gewesen. Nun senkte sie die Sonne langsam über den Baumwipfeln des Waldes. Sanft fiel das Licht durch die Baumkronen und warf  Muster auf den Boden. Célan spazierte gemütlich zu Seinem Dorf zurück. Die Jagd war erfolgreich und relativ einfach gewesen.
Er hatte einen Hirsch und 2 kleine Tauben geschossen. Der neue Langbogen den sein Vater ihm geschenkt hatte, nachdem er zum besten Jungschützen des Dorfes gewählt wurde war wirklich besser als sein alter, zerkratzter Jagdbogen.
Der Sonnenschein beleuchtete seine blonden halblangen Haare und seinen dünnen Oberkörper.
Die meisten Elfenjungen hatten ihn deswegen früher oft geneckt und verspottet wenn er wie so oft im Schwertkampf versagt hatte. Aber dann hatte er das Bogenschießen für sich entdeckt. Das war seine Stärke und jedes Mal, wenn er den Bogen hob, erinnerte er sich innerlich lächelnd an den Tag an dem er zum ersten Mal besser war als seine Altersgenossen.
Seit seiner Geburt hatte er in diesem Wald gelebt und gelernt die Natur für sich zu nutzen. Es war die Gabe der Elfen die kein Angehöriger eines anderen Volkes je verstehen würde. Als Elf sah man den Wald nicht, man spürte ihn und man verstand ihn. Die wenigen Menschen, die Célan je zu Gesicht bekommen hatte, waren einige wenige Händler gewesen. Aber selbst die blieben nie lange in den Elfendörfern. Die Menschen konnten es einfach nicht verstehen wie man in einem Baum wohnen und sich vollkommen mit der Natur verbinden konnte.
Célan hatte nun das Dorf erreicht. Er grüßte die Wachen kurz mit einem Nicken und ging zum Wohnbaum seiner Familie. Außer den Wachen und einigen anderen Elfen war es am Boden des Dorfes wie überall sonst im Wald. Das wahre Leben spielte sich in den Bäumen ab. Zwischen ihnen waren Brücken aus lebendigem Holz errichtet. Nur die wenigen Elfen die die vollkommene Vereinigung mit der Natur geschafft hatten, konnten solche Brücken erschaffen. Sie brachten es fertig mit den Bäumen zu reden und sie zu solchen Bauten zu motivieren.
Er stieg die Stufen, die um seinen Wohnbaum führten hinauf und erreichte die Terrasse. Dort wurde er bereits von seiner kleinen Schwester erwartet, die freudig auf ihn zusprang und ihm die Tauben abnahm. Ein Junge als Erstgeborener und eine kleinere Schwester waren die besten Kinder, die eine Elfenfamilie sich wünschen konnte. Célan würde eines Tages die Arbeiten seines Vaters übernehmen und seine Schwester hätte Zeit sich um die Eltern zu kümmern.
Er betrat das Baumhaus, das seiner Familie nun seit vielen Generationen gehörte. Einer seiner Ahnen hatte es aus dem Baum geformt und nun lebten sie alle im Innerem des massiven Stamms.
Seine Mutter und sein Vater saßen bereits um die Feuerstelle, die in das Holz eingelassen war. Der große, kreisrunde Raum hatte einen Durchmesser von fast fünf Metern und zwei Treppen führten in die Wipfel des Baumes und zu den Brücke zwischen ihrem und anderen Bäumen.
Nun versammelte sich die Familie um das Feuer und die Suppe, die Célara, Célans Mutter, gekocht hatte. Man erzählte sich vom Tag und genoss das Beisammensein, nach dem stressigen Tag. Danach gingen alle früh zu Bett um morgen in aller Frühe den neuen Tag zu beginnen. Célara, ihr Mann und ihre Tochter schliefen auf Decken im Wohnraum, während Célan unter freiem Himmel in den Wipfeln schlief. Er mochte sein Zimmer, das eigentlich eher ein oben offener, großer Ast war. Er hatte dort zwar kaum Platz aber einen herrlichen Ausblick auf den Himmel und das Dorf. Während er in Gedanken schon die nächste Jagd plante, döste er langsam weg…



Chinesischer Schrank | Immobilien Berlin | Gartenbank massiv | chinesische Kommode | Ferien Online |

Ein kostenloser Blog von blogservice.de